Deutschland Ifo-Geschäftsklima auf 11-Monats-Hoch

2025-05-22 08:31 Joana Taborda 1 Minute Lesezeit
Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland stieg im Mai 2025 auf 87,5, den höchsten Wert seit elf Monaten, verglichen mit 86,9 im April und leicht besser als die Prognosen von 87,4. Der Erwartungsindikator stieg von 87,4 auf 88,9, während der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage von 86,4 auf 86,1 sank. "Der jüngste starke Anstieg der Unsicherheit unter den Unternehmen hat sich etwas abgeschwächt. Die deutsche Wirtschaft findet langsam wieder ihren Halt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Das Geschäftsklima verbesserte sich spürbar im verarbeitenden Gewerbe, insbesondere getrieben durch starken Optimismus in der Lebensmittelindustrie. Allerdings schwächte sich das Vertrauen im Chemiesektor leicht ab. Im Dienstleistungssektor setzte sich die Verbesserung der Stimmung fort, wobei sich das Segment Transport und Logistik von dem jüngsten Rückgang erholte, der durch zollbedingte Bedenken ausgelöst wurde. Auch der Einzelhandel und der Bausektor berichteten von einer Stimmungsaufhellung.


Nachrichten
Deutsches Geschäftsklima fällt im März stark ab
Der Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland fiel im März 2026 auf 86,4, der schwächste Wert seit Februar 2025, da der eskalierende Nahostkonflikt die wirtschaftliche Stimmung dämpft. Der Index lag im Vergleich zu den Markterwartungen von 86,1 und markierte einen starken Rückgang gegenüber den revidierten 88,4 im Februar. Die Verschlechterung wurde durch einen starken Rückgang der Zukunftserwartungen getrieben, die von 90,2 auf 86,0 sanken, da die Auswirkungen des Krieges die Risiken für die ohnehin schon wackelige Erholung Deutschlands verschärfen. Unterdessen blieb die Bewertung der aktuellen Lage mit 86,7 unverändert. Sektoral schwächte sich die Stimmung stark ab bei den Herstellern (-14,3 vs -11,5), Dienstleistern (-5,1 vs 0,1), Händlern (-24,6 vs -21,8) und Bauunternehmern (-15,8 vs -11,6). „Der Krieg im Iran hat jede Hoffnung auf eine Erholung vorerst auf Eis gelegt. Die Unsicherheit unter den Unternehmen hat spürbar zugenommen“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
2026-03-25
Deutsches Geschäftsklima erreicht Sechsmonatshoch
Der Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland stieg im Februar 2026 auf 88,6 von 87,6 im Januar und übertraf damit leicht die Markterwartungen von 88,4. Der Wert markierte das höchste Niveau seit August 2025 und deutet auf erste Anzeichen einer Erholung in der größten Volkswirtschaft Europas hin. Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte, dass eine stärkere Inlandsnachfrage und fiskalische Anreize die Wirtschaft unterstützen, warnte jedoch, dass Handelsunsicherheiten weiterhin auf den Exporteuren lasten. Unternehmen berichteten von einer größeren Zufriedenheit mit den aktuellen Bedingungen (86,7 vs. 85,7 im Januar), während sich auch die Erwartungen verbesserten (90,5 vs. 89,6). Sektoral betrachtet verbesserte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe (-11,3 vs. -12,3), angetrieben durch deutlich bessere Einschätzungen der aktuellen Bedingungen. Auch das Vertrauen unter den Dienstleistern erholte sich (0,1 vs. -2,6), hauptsächlich aufgrund verbesserter Erwartungen und angeführt vom Logistiksektor, sowie im Baugewerbe (-11,5 vs. -14,3). Im Gegensatz dazu sank die Stimmung im Handel leicht (-21,8 vs. -21,1), da Unternehmen ihre aktuelle Lage weniger günstig einschätzten.
2026-02-23
Deutsches Geschäftsklima im Januar unverändert
Der Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland blieb im Januar 2026 unverändert bei 87,6 und hielt sich damit nahe seinem niedrigsten Stand seit Mai 2025, unter den Markterwartungen von 88,1, was darauf hindeutet, dass Europas größte Volkswirtschaft das Jahr mit wenig Schwung beginnt. Die Einschätzungen der aktuellen Lage stiegen leicht auf 85,7 von 85,6, während die Erwartungen leicht auf 89,5 von 89,7 sanken. Nach Sektoren betrachtet, glich ein Rückgang in der Dienstleistungsbranche (-2,6 vs. -2,1) die Zuwächse in anderen Bereichen aus, wobei sich die Stimmung bei den Herstellern (-12,2 vs. -14,6), Händlern (-21,1 vs. -24,6) und Bauunternehmen (-14,2 vs. -14,9) verbesserte.
2026-01-26