Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland fiel im Februar 2026 auf 58,3, nachdem er im Januar mit 59,6 ein mehr als vierjähriges Hoch erreicht hatte, und blieb damit hinter den Markterwartungen von 65 zurück. Die weitgehend stabile Lesung deutet auf eine fragile Erholung in der größten Volkswirtschaft Europas hin. Strukturelle Herausforderungen in Industrie und Investitionen bestehen fort und unterstreichen die Notwendigkeit von Reformen, um die Attraktivität Deutschlands für Unternehmen zu steigern. Exportorientierte Sektoren verzeichneten im Februar moderate bis starke Zuwächse, was wahrscheinlich auf eine stärker als erwartete Auftragseingänge gegen Ende 2025 zurückzuführen ist. Die Stimmung verbesserte sich insbesondere in der Chemie- und Pharmaindustrie (plus 7,5 Punkte), im Stahl- und Metallsektor (plus 8,6 Punkte) sowie im Maschinenbau (plus 10,9 Punkte). Auch die Aussichten für den privaten Konsum verbesserten sich und stiegen um 6,0 Punkte trotz anhaltender Unsicherheiten. Im Gegensatz dazu verschlechterte sich die Stimmung im Bankwesen, in der Informationstechnologie und in der Versicherungsbranche. Unterdessen verbesserte sich die Einschätzung der aktuellen Lage weiter, wobei der Lageindex auf -65,9 stieg.

ZEW-Konjunkturerwartungsindex in Deutschland sank im Februar auf 58,30 Punkte von 59,60 Punkten im Januar 2026. ZEW-Konjunkturerwartungsindex in Deutschland lag im Durchschnitt bei 21,48 Punkten von 1991 bis 2026, erreichte ein Allzeithoch von 89,60 Punkten im Januar 2000 und ein Rekordtief von -63,90 Punkten im Juli 2008.

ZEW-Konjunkturerwartungsindex in Deutschland sank im Februar auf 58,30 Punkte von 59,60 Punkten im Januar 2026. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex in Deutschland wird laut den globalen Makromodellen und Analystenerwartungen von Trading Economics bis zum Ende dieses Quartals voraussichtlich 55,00 Punkte betragen. Langfristig wird prognostiziert, dass der ZEW-Konjunkturerwartungsindex in Deutschland laut unseren ökonometrischen Modellen im Jahr 2027 bei etwa 10,00 Punkten und im Jahr 2028 bei 5,00 Punkten liegen wird.



Kalender GMT Referenz Aktuell Zuletzt Konsens
2026-01-20 10:00 AM
ZEW-Konjunkturerwartungen
Jan 59.6 45.8 50
2026-02-17 10:00 AM
ZEW-Konjunkturerwartungen
Feb 58.3 59.6 65
2026-03-17 10:00 AM
ZEW-Konjunkturerwartungen
Mar 58.3

Last Previous Unit Reference
ZEW-Geschäftslage - Germany -65.90 -72.70 Punkte Feb 2026

Letzte Zuletzt Einheit Referenz
Unternehmensinsolvenzen 1794.00 2108.00 Firmen Nov 2025
Ifo-Geschäftsklimaindex 88.60 87.60 Punkte Feb 2026
Kapazitätsauslastung 78.00 77.30 Percent Dec 2025
Fahrzeugproduktion 305900.00 263500.00 Einheiten Jan 2026
Pkw-Neuzulassungen 193981.00 246439.00 Einheiten Jan 2026
Bestandsveränderung 21.22 17.40 Eur Billion Sep 2025
Zusammengesetzter Frühindikator 101.40 101.26 Punkte Jan 2026
Unternehmensgewinne 205.48 210.51 Eur Billion Sep 2025
Korruptionsindex 77.00 75.00 Punkte Dec 2025
Korruption Rang 10.00 15.00 Dec 2025
Strompreis 96.49 96.74 EUR/MWh Feb 2026
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe m/m 7.80 5.70 Percent Dec 2025
Ifo-Geschäftslage 86.70 85.70 Punkte Feb 2026
Ifo-Geschäftserwartungen 90.50 89.60 Punkte Feb 2026
Industrieproduktion -0.60 0.50 Percent Dec 2025
Industrieproduktion (monatlich) -1.90 0.20 Percent Dec 2025
Produktionsindex -0.30 1.00 Percent Dec 2025
Bergbauproduktion 2.40 3.20 Percent Dec 2025
Kapazität der Erdgasvorräte 251.14 251.14 TWh Feb 2026
Injektion von Erdgasvorräten 152.96 34.18 GWh/d Feb 2026
Bestandsaufnahme der Erdgasvorräte 51.55 51.86 TWh Feb 2026
Rückzug von Erdgasvorräten 474.30 1089.20 GWh/d Feb 2026
Neue Aufträge 100.10 92.90 Punkte Dec 2025
Neuwagenverkäufe y/y -6.60 9.70 Percent Jan 2026
Stahlerzeugung 2700.00 2800.00 Tausend Tonnen Dec 2025
ZEW-Konjunkturerwartungen 58.30 59.60 Punkte Feb 2026


Deutschland ZEW Konjunkturerwartungen Index
In Deutschland misst der ZEW-Konjunkturerwartungsindex das Maß an Optimismus, das Analysten hinsichtlich der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen in den nächsten 6 Monaten haben. Die Umfrage umfasst bis zu 350 Finanz- und Wirtschaftsanalysten. Der Index wird als Differenz zwischen dem prozentualen Anteil der Analysten, die optimistisch sind, und dem Anteil der Analysten, die pessimistisch bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung sind, konstruiert. Der ZEW-Indikator misst daher das Vertrauen auf einer Skala von -100 (alle Analysten erwarten eine Verschlechterung der Wirtschaft) bis 100 (alle Analysten erwarten eine Verbesserung). Ein Wert von 0 zeigt Neutralität an.
Aktuell Zuletzt Höchste Unterste Termine Einheit Häufigkeit
58.30 59.60 89.60 -63.90 1991 - 2026 Punkte Monatlich
NSA

Nachrichten
Deutscher ZEW-Index schwächer als erwartet
Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland fiel im Februar 2026 auf 58,3, nachdem er im Januar mit 59,6 ein mehr als vierjähriges Hoch erreicht hatte, und blieb damit hinter den Markterwartungen von 65 zurück. Die weitgehend stabile Lesung deutet auf eine fragile Erholung in der größten Volkswirtschaft Europas hin. Strukturelle Herausforderungen in Industrie und Investitionen bestehen fort und unterstreichen die Notwendigkeit von Reformen, um die Attraktivität Deutschlands für Unternehmen zu steigern. Exportorientierte Sektoren verzeichneten im Februar moderate bis starke Zuwächse, was wahrscheinlich auf eine stärker als erwartete Auftragseingänge gegen Ende 2025 zurückzuführen ist. Die Stimmung verbesserte sich insbesondere in der Chemie- und Pharmaindustrie (plus 7,5 Punkte), im Stahl- und Metallsektor (plus 8,6 Punkte) sowie im Maschinenbau (plus 10,9 Punkte). Auch die Aussichten für den privaten Konsum verbesserten sich und stiegen um 6,0 Punkte trotz anhaltender Unsicherheiten. Im Gegensatz dazu verschlechterte sich die Stimmung im Bankwesen, in der Informationstechnologie und in der Versicherungsbranche. Unterdessen verbesserte sich die Einschätzung der aktuellen Lage weiter, wobei der Lageindex auf -65,9 stieg.
2026-02-17
Deutsche Anlegerstimmung steigt auf über 4-Jahres-Hoch
Der ZEW-Indikator für die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland sprang im Januar 2026 auf 59,6 und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2021, weit über den Markterwartungen von 50. Investoren sind optimistisch, dass 2026 einen Wendepunkt für die Wirtschaft darstellen könnte. Das kürzlich abgeschlossene Mercosur-Handelsabkommen wird ebenfalls erwartet, die Aussichten für exportintensive Sektoren zu stärken, auch wenn die Unsicherheit über die US-Handelspolitik weiterhin auf den Exporteuren lastet. Exportorientierte Industrien haben bemerkenswerte Verbesserungen gezeigt. Die Stimmungsbilanzen in der Stahl- und Metallindustrie sowie im Maschinenbau stiegen um 18,2 bzw. 22,7 Punkte. Die Bilanz des Automobilsektors verbesserte sich um 16,5 Punkte auf -5,5, während die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Elektrotechnik Zuwächse von 12,4 bzw. 14,0 Punkten verzeichneten. Auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage verbesserte sich, wobei der Index um 8,3 Punkte auf -72,7 stieg und damit die Erwartungen von -75,5 übertraf.
2026-01-20
Deutschland Investorenstimmung verbessert sich
Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen in Deutschland stieg im Dezember 2025 stark auf 45,8, den höchsten Wert seit fünf Monaten, verglichen mit 38,5 im November und deutlich über den Prognosen von 38,5. Verbesserungen wurden im Automobilsektor (+7,7 auf -22) und in anderen exportorientierten Sektoren, einschließlich der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie der Metallproduktion, verzeichnet. „Die Erwartungen sind positiver geworden. Nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation stehen die Chancen für eine Erholung der Wirtschaft gut, und dies spiegelt sich im Sentiment wider. Die expansive Fiskalpolitik wird der deutschen Wirtschaft neuen Schwung verleihen. Allerdings bleibt die Erholung fragil. Maßnahmen zur Bewältigung anhaltender Handelskonflikte, geopolitischer Spannungen und des Fehlens von Investitionen werden voraussichtlich auch 2026 auf der Reformagenda stehen“, so ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach. Andererseits verschlechterte sich der Indikator für die aktuelle Lage auf -81, den niedrigsten Stand seit Mai, von -78,7 im April und verglichen mit Prognosen von -80.
2025-12-16